Berichte [ So. 21. Juni 2009 ]

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Internationale Deutsche Meisterschaften 2009 in Lünen

Deutsche Meisterschaften am 05.06.und 06.06.2009 in Darmstadt

Ein Turnier mit über 450 Teilnehmern, welches durch die Bundesjustizministerin Frau Brigitte Zypries eine ehrenvolle Eröffnung hatte, endete für unsere Sportschule mit einem Titel und einem Vizemeistertitel.

Deutscher Meister wurde

M A R C  H A M M E R

Deutsche Vizemeisterin wurde

S H A R O N  B E T T A C

H E R Z L I C H E N  G L Ü C K W U N S C H

Sehr gute Kämpfe zeigten MIRON BETTAC bei den Junioren Semikontakt bis 74 kg, CINDY KÄSTNER im Leichtkontakt bei den Damen bis 60 kg und PATRICK PICKBRENNER bei den Herren im Leichtkontakt bis 69 kg.

Sechs Stunden Fahrt. Einmal quer durch Deutschland. Die Fahrt hatte ganz schön geschlaucht. Am ersten Wettkampftag starteten Miron, Marc und Sharon bei der Jugend/Junioren.
Bei diesem Turnier hatten wir auch einmal sog. Losglück. Miron musste mal nicht den einzigen Vorkampf bestreiten und auch Marc war im Semikontakt (10 Teilnehmer) eine Runde weiter. Im Leichtkontakt freute Marc sich anfangs schon, dass er im Finale stand. Erstaunlicherweise waren in dieser Gewichtsklasse nur zwei Kämpfer gemeldet. Warum auch nicht! Schade nur, dass wir für nur einen Kampf im Leichtkontakt mehr als 600 km fahren mussten, dachten wir! Marc musste kurz vor den Wettkämpfen noch zwei Kilogramm „ab- specken“, hatte aber punktgenau zum Wiegen sein Gewicht. Als dann die Listen aushingen, wunderten wir uns. Marc stand plötzlich eine Gewichtsklasse höher, also bis 69 kg, auf der Liste. Sein Gegner in der Gewichtsklasse bis 63 kg war gar nicht erst angereist und fehlte unentschuldigt. Nicht gerade sportlich!!! Nun musste Marc sich entscheiden. Eine Gewichts- klasse höher starten oder gar nicht kämpfen. Verständlicherweise war er ziemlich geknickt. Was soll`s, Marc musste sich nun durchbeißen.
Sein erster Gegner hieß Peter Zaar jr.. In der ersten Runde wurde bereits deutlich, dass Peter noch nicht so viel Kampferfahrung hatte. Marc verfolgte konsequent sein Ziel, hatte eine Deckung ohne Lücken, so dass Peter, der ca. 20 cm größer ist als Marc, trotz Längenvorteil nicht ins Ziel traf. Marc gewann seinen ersten Kampf.
Nur einen Kampf Pause, dann musste er wieder ran. Der zweite Gegner kam von der TOP TEN Budoakademie. Dieser Kämpfer war ein wenig unbequemer. Marc merkte aufgrund der Wucht der Schläge die 6 kg Gewichtsunterschied. Vorsicht war geboten! In Runde zwei profitierte Marc wieder von seiner Wettkampferfahrung und gewann auch diesen Kampf. Erst konnte er es gar nicht fassen. Nun stand er tatsächlich im Finale. Seinen Gegner kannten wir nicht. Auch er hatte sich in zwei Vorkämpfen durchgebissen. Marc war heiß auf den Titel und gab von Beginn an 100%. Ein Feuerwerk von Tritten, Schlägen und Kombinationen. Zu viel für den Gegner. Bereits nach 55 Sekunden warf der Trainer das Handtuch, nachdem sein Kämpfer diverse platzierte Treffer von Marc einstecken musste und Atemschwierigkeiten bekam. Marc war somit DEUTSCHER MEISTER!!! Vor Freude machte er Luftsprünge.

So, nun war Sharon an der Reihe. Ihre erste Gegnerin hieß Janina Klinder Gotschak. Sharon wollte endlich einmal ihren ersten Kampf gewinnen. Konzentriert begann sie, hielt ihre Deckung schön geschlossen und teilte diverse Faustschläge aus. Ein Frontkick landete direkt im Gesicht der Gegnerin. Nicht zu doll, perfekt dosiert. Klare Punkte für Sharon. Die erste Runde ging klar an Sharon. In der zweiten Runde konnte man beiden Kämpferinnen die Konditionsmängel deutlich ansehen. Sharon punktete trotzdem weiter. Der Lohn dafür war ein eindeutiger Punktesieg am Ende des Kampfes. Nun stand Sharon im Finale. Ihre Gegnerin hieß Ester Taous. Beide Kämpferinnen standen sich in der Vergangenheit bereits zweimal in einem Finale gegenüber. Ester, die bereits über eine mehrjährige Wettkampferfahrung verfügte, dominierte diesen Kampf klar. Obwohl Sharon gut mithielt, traf Ester immer wieder mit ihren langen Beinen Sharons Körper. Ein reger Schlagabtausch. Am Ende wurde Sharon DEUTSCHE VIZEMEISTERIN im Leichtkontakt. Tolle Leistung. Weiter so!!!

In Mirons Gewichtsklasse, Semikontakt bis 74 kg, tümmelten sich insgesamt 10 Gegner. Miron hatte ein Freilos und somit hieß sein erster Gegner Johann Heffel. Sollte er diesen Kampf gewinnen, wäre ihm Platz drei sicher. Hochmotiviert begann Miron seinen Kampf. Den Fehler von den Internationalen Meisterschaften wollte er nicht wiederholen. Er stürmte diese Mal nicht kopflos seinem Gegner entgegen und riskierte somit frühzeitige Treffer, sondern hielt seine Deckung konsequent geschlossen. Leider werteten die Kampfrichter diverse sog. „Treffer“ seines Gegners gegen den Oberschenkel von Miron bzw. die Hüfte. Er hatte keine Chance die Punkte aufzuholen. Immer, wenn Miron einen klaren Treffer setzte, konterte sein Gegner mit einem Oberschenkeltreffer, der gewertet wurde. Leider geriet Miron in Rückstand. Er ließ sich nicht entmutigen, kämpfte trotz der ärgerlichen Wertungen weiter. Leider hatte er am Ende des Kampfes das Nachsehen. Er verlor und war somit raus. Frustrierend, aber nicht zu ändern. Trotzdem sehr gut gekämpft!!!

Als letzte Disziplin musste Marc noch einmal im Semikontakt plus 175 cm ran. Durch Losglück eine Runde weiter, hieß sein Gegner Stanislaus Petrow. Oh, oh, 20 cm größer und 17 kg schwerer. Das sollte wohl ein kurzer Kampf für Marc werden. Der Gegner konnte einen braunen Gürtel im Taekwondo vorweisen und wirkte ein wenig einschüchternd. Er begann eindrucksvoll. Devise für Marc war: „Bloß nicht verletzen!“ Plötzlich konnte Marc einen Punkt erringen und noch einen und noch einen und so ging es weiter. Sein Gegner war zwar groß und hart, aber Marc konnte durch seine Schnelligkeit diese Defizite ausgleichen. Am Ende des Kampfes hieß es tatsächlich „Sieg für Marc“. Die Freude war groß. Der nächste Gegner hieß dann Erdogan Celik. Dieser Kämpfer war um Klassen besser. Kurz und schmerzlos. Ganze fünf Punkte konnte Marc nur erringen. Eindeutiger Sieg für Erdogan. Marc belegte so den Dritten Platz auf diesen Deutschen Meisterschaften.

Der erste Tag verlief schon einmal ganz erfolgreich. Genau so wollten wir am zweiten Wettkampftag mit Patrick Pickbrenner, Herren bis 69 kg, Cindy Kästner, Damen bis 60 kg und Nils Thiede, Herren bis 89 kg, weitermachen.
Cindy, in der Rangliste an Platz vier gesetzt, stieß in ihrem ersten Kampf auf Regina Drtil aus Bayern. Toller Kampf über drei Runden. Cindy setzte deutliche Treffer und lag in der ersten Runde vorne. In Runde zwei boxte sie munter drauf los, bewegte sich gut über die Matte, musste allerdings auch ein paar Treffer einstecken. Ihre Gegnerin holte Punkt für Punkt auf. Die Wertungen der Kampfrichter vermag ich nicht zu beurteilen, denn jeder Einzelne hat eine andere Position und einen anderen Blickwinkel auf die Kampfsituation. Meine Entscheidung hätte anders ausgesehen. Am Ende der Runde zwei lag Cindy ganz knapp hinten. Die Dritte Runde musste nun die Entscheidung bringen. Beide Kämpferinnen punkteten. Am Ende des Kampfes hieß die Siegerin dann Regina. Schade für Cindy. Sie hatte toll gekämpft. Aus der Traum vom Sieg.

Patrick war als Nächstes an der Reihe. In einem Teilnehmerfeld von 10 Kämpfern hatte er in seinem Pool dieses Mal zwar nicht den an Nr. eins gesetzten Clemens Ruder, aber die Nr. 2 Achmed Naboo und die Nr. drei Markus Fritsch. Harte Nüsse, die zu knacken waren. Patricks erster Gegner hieß Björn Mattes aus Hessen. Dadurch, dass wir den Kämpfer nicht kannten, war Vorsicht geboten. Wenn Patrick so gut wie in der Vergangenheit gekämpft hätte, dann wäre ein Sieg „drinn“ gewesen. Schade, leider fand Patrick kein Konzept gegen Björn. Er teilte zwar gute Schläge und Tritte aus, steckte aber leider auch diverse harte Treffer ein. Seine Deckung vernachlässigte er ein wenig. Ein kraftraubender Kampf. Leider kein Sieg für Patrick. Schade!

Nun hatte nur noch Nils die Chance, vielleicht einen Sieg einzufahren. Gemeinsam mit Murat Top aus der Sportschule Polzfuss stand er mit weiteren sechs Kämpfern in der Klasse bis 89 kg auf der Matte. Erster Gegner hieß Jaroslaw Szwiec aus Hamburg. Ich staunte nicht schlecht. Sein Gegner war „riesig“. Mindestens 1 ½ Köpfe größer und voll durchtrainiert. Sehr lange Beine, mit denen Nils bestimmt Probleme bekommen würde. So war es dann auch. Jaroslaw`s Fußtechniken waren erstaunlich gut. Obwohl Nils gut kämpfte, diverse Treffer setzte, fand er nicht den richtigen Weg, seinen Gegner zu besiegen. Kräfteraubende Runden. Nils war fast am Ende seiner Kondition. Sein Gegner ebenfalls. Die Kampfrichterentschei- dung fiel dann eindeutig zu Gunsten seines Gegners aus. Somit endeten die Hoffnungen auf einen Titel bei den Erwachsenen. Schade. Allen Kämpfern trotzdem herzlichen Glückwunsch.


So, im Anhang findet ihr noch diverse Fotos

Bis demnächst ...
Gruß Birga

Autor: Birga Hammer